Schrittmacher-Kontrolle

Herzschrittmacher sind kleine Geräte, die ein zu langsam schlagendes Herz beschleunigen. Sie werden am oberen Brustkorb oberflächlich unter die Haut verpflanzt und sind ueber 1 oder 2 Kabel (Elektroden) mit dem Herzen verbunden. Da das Leben eines Schrittmacherträgers von der Funktionsfähigkeit des Gerätes abhängt, muß es von Zeit zu Zeit überprüft werden.

Bei einer solchen Schrittmacher-Kontrolle wird untersucht, ob die Batterie des Gerätes noch voll ist und ob das Gerät regelrecht arbeitet. Darueber hinaus besteht die Moeglichkeit, die Arbeitsweise eines Schrittmachers den individuellen Bedürfnissen jedes Patienten anzupassen. Diese individuelle Anpassung des Schrittmachers hat nicht nur den Zweck, das Wohlbefinden des Schrittmacherträgers zu steigern, sodaß er von der Arbeit des Schrittmachers nichts mehr spürt, sondern auch den Strombedarf des Gerätes soweit zu vermindern, dass die Lebensdauer der Batterie verlängert wird. Bei optimaler Anpassung eines Schrittmachers hält ein solches Gerät etwa 8 - 10 Jahre lang.

Bei einer Schrittmacher-Kontrolle wird zunächst ein normales EKG angefertigt. Der Arzt legt einen runden Magneten von außen auf den Schrittmacher. Durch diese Magnetauflage wird die Arbeitsweise des Schrittmachers umgeschaltet, sodaß der Ladungszustand der Batterie überprüft werden kann. Danach legt der Arzt einen sogenannten Programmierkopf auf den Schrittmacher. Mit Hilfe dieses Programmierkopfes, der an einen kleinen Computer angeschlossen ist, kann der Arzt die Funktionsweise des Schrittmacher umprogrammieren und verändern. Er hat ueber diesen Programmierkopf auch die Moeglichkeit, den Schrittmacher abzufragen und nachzusehen, wie er eingestellt ist. So kann man z.B. die Schrittmacher-Frequenz, also die Geschwindigkeit, mit der der Schrittmacher das Herz zum Schlagen anregt, erhöhen oder vermindern. Manche Schrittmachergeräte bieten darüber hinaus die Moeglichkeit, dass ueber den Programmierkopf ein EKG aus der Tiefe des Herzens übertragen und auf einem EKG-Gerät aufgezeichnet wird. Alle Veränderungen der Arbeitsweise eines Schrittmachers sind voellig schmerzlos. Der Schrittmacher bleibt in der Hauttasche, in die ihn der Chirurg gelegt hat und alle Funktionsveränderungen des Gerätes erfolgen ueber den Programmierkopf durch die Haut hindurch.

Manchmal wird der Arzt nach der Schrittmacher-Kontrolle noch ein Belastungs- und ein Langzeit-EKG durchführen. Dies ist notwendig, damit er überprüfen kann, dass der Schrittmacher auch bei den Vorgängen des täglichen Lebens und bei starken körperlichen Belastungen korrekt arbeitet. Besonders wichtig sind solche zusätzlichen Untersuchungen bei den modernen Schrittmachern, die die Moeglichkeit haben, die Aktivität des Herzens zu messen und ihre eigene Arbeitsweise an diese Eigenaktivität des Herzens und an die Bedürfnisse des Körpers anzupassen. Eine Schrittmacher-Kontrolle dauert zwischen 15 und 20 Minuten, bei komplizierteren Geräten aber auch bis zu 45 Minuten.

Derzeit werden Schrittmacher folgender Firmen kontrolliert und programmiert: